75 Jahre Loge zur Weltbruderkette

75 Jahre Loge zur Weltbruderkette | 27 An dem Tag, als meine 1. Ehefrau an einer langjäh- rigen, qualvollen Krankheit starb, fiel ich körperlich, psychisch, privat und beruflich in ein „tiefes Loch“. Um meine Trauer zu bewältigen musste ich zunächst eini- ges in meinem privaten und beruflichen Leben ändern. Ich beabsichtigte also am Ende des Jahres 2000, privat in ein anderes Haus zu ziehen, einen beruflichen Wech- sel vorzunehmen und mich schließlich den Freimaurern anzuschließen, über deren Zielsetzung, Inhalte und Bedeutung ich mich schon zwei Jahre über Freunde, Gästeabende sowie Literaturstudium informieren konnte. Schon sechs Monate nach dem Tod meiner lie- ben Marion wohnte ich in einer neuen Wohnung, wurde im Januar 2001 Dozent und Seminarleiter an der Bun- despolizeiakademie und im Mai 2001 Mitglied in unse- rer Loge zur Weltbruderkette. Ich bin sehr glücklich und dankbar, wenn ich mit meinen Brüdern seit mehr als 24 Jahren zusammen in eine „Kette“ trete und mich ein „schönes Gefühl umgibt“.Mittlerweile habe ich wieder eine wunderbare Frau an meiner Seite gefunden und weltweit über 5 Millionen Brüder in 108 Staaten der Erde. Bruder seit 2001 Willy Meyer Die Freimaurerei war mir schon lange ein Begriff, doch erst durch das Buch „Symbol“ von Dan Brown wurde mein Interesse wirklich geweckt. Neugierig schrieb ich eine Lübecker Loge an und erhielt Informationsma- terial. Doch mit Anfang 20 hatte ich das Gefühl, noch zu jung zu sein. Einige Jahre später, gegen Ende mei- ner Zwanziger, begann ich mich mit Familienwappen, Heraldik und Symbolik zu beschäftigen – und stieß dabei wieder auf die Freimaurerei. Mein Interesse war erneut entfacht, und so besuchte ich die Website unserer Loge. Zufällig fand an diesem Tag ein Gästeabend statt. Ohne zu zögern machte ich mich auf den Weg und stand wenig später vor der imposanten Tür des Logenhauses. Der Gästeabend war kurzfristig ausgefallen, stattdessen erhielt ich von einem Bruder eine persönliche Führung, die mich tief beeindruckte. In den darauffolgenden Gäs- teabenden lernte ich viele Brüder kennen und führte inspirierende Gespräche. Die Offenheit, der respektvolle Umgang und die Themen faszinierten mich so sehr, dass ich schließlich den Antrag auf Mitgliedschaft stellte – eine Entscheidung, die ich bis heute mit Freude trage. Bruder seit 2013 O. K.

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