Johannis Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“

Freimaurerei in Lübeck erleben

Ein Ort für Humanität, Toleranz, Brüderlichkeit und persönliche Entwicklung. Lernen Sie unsere Loge kennen und erfahren Sie, was Freimaurerei heute bedeutet.

Häufige Fragen

Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“

Freimaurerei ist ein traditionsreicher Bruderbund, der Männer zur persönlichen Entwicklung, zum freien Denken und zu einem verantwortungsvollen Leben anregen möchte. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Humanität, Toleranz, Brüderlichkeit, Aufrichtigkeit und die Arbeit an sich selbst.

Historisch wird die Freimaurerei häufig mit den mittelalterlichen Bauhütten und Steinmetzbruderschaften in Verbindung gebracht. Aus der Arbeit am äußeren Bauwerk wurde mit der Zeit ein symbolischer Gedanke: Der Mensch arbeitet an seinem eigenen „inneren Bau“, also an seiner Haltung, seinem Charakter und seinem Umgang mit anderen Menschen. Viele Symbole der Freimaurerei erinnern bis heute an diese Herkunft.

In der Loge kommen Brüder zusammen, um sich auszutauschen, Vorträge zu hören, Rituale zu erleben und in einem geschützten Raum über Fragen des Lebens, der Werte und der eigenen Entwicklung nachzudenken. Freimaurerei ist dabei keine Religion, keine Partei und kein gewöhnlicher Verein. Sie ist ein Weg, den jeder Bruder für sich selbst geht, aber nicht allein, sondern in einer Gemeinschaft von Männern, die ähnliche Werte teilen.

Die Freimaurerei ist historisch vor allem aus Männerlogen hervorgegangen. Auch unsere Loge „Zur Weltbruderkette“ in Lübeck ist eine reine Männerloge. Heute gibt es daneben auch Frauenlogen und einige gemischte Logen, doch der größte Teil der traditionellen Freimaurerlogen richtet sich weiterhin an Männer.

In der Freimaurerei heißt es traditionell: Freimaurer kann nur werden, wer ein „freier Mann von gutem Ruf“ ist. Historisch bedeutete „frei“ zunächst, dass ein Mann selbstbestimmt über sein Leben, seine Zeit und seine Entscheidungen verfügen konnte. „Von gutem Ruf“ meinte, dass er als verlässlich, aufrichtig und charakterlich geeignet galt.

Heute verstehen wir diesen Gedanken weiter: Ein suchender Mann sollte frei im Denken sein, offen für andere Sichtweisen, bereit zur persönlichen Entwicklung und fähig, respektvoll mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Es geht nicht um Herkunft, Beruf oder gesellschaftlichen Status, sondern um Haltung, Aufrichtigkeit und die ernsthafte Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten.

Freimaurerei ist kein Geheimbund im Sinne einer verborgenen Gesellschaft. Freimaurerlogen sind bekannt, viele Logen haben öffentliche Websites, Ansprechpartner und Gästeabende. Auch unsere Loge in Lübeck kann von interessierten Männern über einen Gästeabend persönlich kennengelernt werden.

Vertraulich ist jedoch das, was innerhalb der Loge gesprochen und erlebt wird. Das hat historische Gründe: Freimaurerei ist über mehrere Jahrhunderte gewachsen. Freies Denken, persönlicher Austausch und Werte wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren nicht zu allen Zeiten und nicht in allen Ländern selbstverständlich oder ungefährlich.

Bis heute gilt deshalb: Die Loge soll ein geschützter Raum sein, in dem Männer offen sprechen, Fragen stellen und persönliche Gedanken äußern können. Was dort anvertraut wird, bleibt dort. Auch ob ein Bruder sich öffentlich als Freimaurer zu erkennen gibt, entscheidet er selbst. Kein anderer Bruder würde ihn gegen seinen Willen „outen“ oder öffentlich über seine Zugehörigkeit sprechen. Die Vertraulichkeit dient also nicht einem geheimen Zweck, sondern dem Schutz der Menschen, der Gespräche und des gemeinsamen Erlebens in der Loge.

Eine Freimaurerloge ist der Ort, an dem die Brüder regelmäßig zusammenkommen. Sie ist die direkte Gemeinschaft vor Ort, während darüber hinaus auch Großlogen und internationale freimaurerische Strukturen bestehen.

In der Loge finden Gespräche, Vorträge, Begegnungen und die sogenannten freimaurerischen Arbeiten statt. Mit „Arbeiten“ sind unter anderem traditionelle Tempelarbeiten und Zeremonien gemeint. Diese sind nicht religiös zu verstehen, sondern arbeiten mit Symbolen, Bildern und wiederkehrenden Formen. Sie sollen den einzelnen Bruder dazu anregen, über sich selbst, sein Handeln und seine Verantwortung gegenüber anderen nachzudenken.

Eine Loge ist damit ein geschützter Raum für Austausch, Kultur, Philosophie, persönliche Entwicklung und brüderliche Gemeinschaft. Jeder Bruder arbeitet an sich selbst, an seiner Persönlichkeit und an seiner Haltung – aber nicht allein, sondern in einer Gemeinschaft von Männern, die ähnliche Werte teilen und sich gegenseitig auf diesem Weg begleiten.

Nein, in unserer Loge muss ein Mann keiner bestimmten Religion oder Glaubensgemeinschaft angehören, um Freimaurer werden zu können. Unsere Loge „Zur Weltbruderkette“ ist in dieser Frage offen und neutral. Entscheidend ist nicht, welcher Religion jemand angehört oder ob er überhaupt einer Glaubensgemeinschaft angehört, sondern ob er sich ernsthaft mit den Werten der Freimaurerei auseinandersetzen möchte.

Weltweit gibt es verschiedene freimaurerische Lehrarten und Strukturen. In manchen wird ein Glaube an ein höheres Prinzip vorausgesetzt, ohne eine bestimmte Religion vorzuschreiben. In anderen freimaurerischen Richtungen spielt diese Frage eine andere oder geringere Rolle.

Für unsere Loge gilt: Männer unterschiedlicher Weltanschauungen können bei uns willkommen sein, wenn sie offen, respektvoll und aufrichtig an der Freimaurerei interessiert sind.

Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“

Wenn Sie sich für die Freimaurerei interessieren, Fragen zu unserer Loge haben oder einfach herausfinden möchten, ob dieser Weg zu Ihnen passt, laden wir Sie herzlich zu einem Gästeabend ein.

Unsere Gästeabende richten sich an Männer, die offen, neugierig und ernsthaft interessiert sind. Sie müssen nichts vorbereiten und gehen keine Verpflichtung ein. Es genügt, wenn Sie den Wunsch mitbringen, uns kennenzulernen, Fragen zu stellen und einen persönlichen Eindruck von der Atmosphäre unserer Loge zu gewinnen.

Melden Sie sich gerne über das Formular an. Wir nehmen anschließend persönlich Kontakt mit Ihnen auf und informieren Sie über den nächsten möglichen Gästeaben

Nein, eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Unsere Gästeabende sind dafür da, dass interessierte Männer unsere Loge, die Brüder und die Freimaurerei in persönlicher Atmosphäre kennenlernen können.

Manchmal gibt es einen kurzen Impuls, ein Gesprächsthema oder eine Fragestellung als Einstieg. Das ist aber nur ein Angebot. Im Mittelpunkt steht das gegenseitige Kennenlernen und die Möglichkeit, Fragen offen zu stellen.

Wer bereits konkrete Fragen zur Freimaurerei, zu unserer Loge oder zum Ablauf eines Gästeabends hat, kann diese gerne mitbringen. Ansonsten reicht es vollkommen, offen und interessiert zu kommen.

Nein, die Teilnahme an unseren Gästeabenden ist kostenlos. Interessierte Männer können auch mehrfach teilnehmen, um unsere Loge, die Brüder und die Freimaurerei in Ruhe kennenzulernen. Manche Suchende begleiten uns über einen längeren Zeitraum, weil sie nicht an jedem Termin teilnehmen können oder sich bewusst Zeit für ihre Entscheidung nehmen möchten.

Bei einem Gästeabend gibt es in der Regel ein paar kleine Snacks. Außerdem besteht die Möglichkeit, an der Hausbar etwas zu trinken. Getränke werden dort auf eigene Kosten bestellt. Weitere Kosten entstehen für die Teilnahme am Gästeabend nicht.

Ja, für den ersten Besuch eines Gästeabends ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Nach Ihrer Kontaktaufnahme melden wir uns persönlich bei Ihnen und sprechen die Einladung zum Gästeabend aus. So können wir den Abend gut vorbereiten und wissen, mit wie vielen interessierten Männern wir rechnen dürfen.

Wenn Sie einmal bei einem Gästeabend waren und Ihr Interesse weiter besteht, laden wir Sie gerne auch zu den folgenden Gästeabenden ein. Eine kurze Rückmeldung, ob Sie teilnehmen können, ist dann hilfreich, damit wir die Anzahl der Gäste besser planen können. Die Einladungen laufen so lange weiter, wie gegenseitiges Interesse besteht, bis Sie sich vielleicht für den weiteren Weg in Richtung Mitgliedschaft entscheiden oder nicht weiter teilnehmen möchten.

Das ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, welche Fragen ein suchender Mann mitbringt und wie sich das Gespräch in der kleinen Runde entwickelt. Manchmal geht es vor allem um typische Fragen zur Freimaurerei, zur Logenarbeit oder zum Ablauf eines Gästeabends.

Oft werden die Gespräche aber auch persönlicher. Dann erzählen Brüder zum Beispiel, wie sie selbst zur Freimaurerei gekommen sind, was ihnen die Loge bedeutet und warum sie diesen Weg für sich gewählt haben. Auch Suchende können erzählen, wonach sie suchen, was sie bewegt oder welche Erwartungen sie mitbringen.

Solche persönlichen Gespräche finden nicht vor der gesamten Runde statt, sondern in kleinen Tischgruppen mit einigen Brüdern. Jeder entscheidet selbst, wie offen er sprechen möchte. Was im Rahmen der Loge vertraulich besprochen wird, bleibt auch dort. Das gilt selbstverständlich auch für alles, was ein Gast uns anvertraut.

Nein. Ein Gästeabend ist nicht dafür da, einen suchenden Mann direkt zu einer Entscheidung zu drängen. Im Mittelpunkt steht zunächst das gegenseitige Kennenlernen: Sie lernen die Brüder, die Atmosphäre unserer Loge und die Freimaurerei besser kennen, und auch wir bekommen einen Eindruck davon, wer Sie sind und was Sie zur Freimaurerei führt.

Die Freimaurerei versteht sich nicht als kurzfristige Mitgliedschaft, sondern als ein Bund, der im Idealfall ein Leben lang begleitet. Deshalb ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen. Viele Suchende besuchen mehrere Gästeabende, auch weil nicht jeder Bruder bei jedem Termin anwesend sein kann.

Ob und wann der nächste Schritt in Richtung Mitgliedschaft zur Sprache kommt, ist sehr individuell. Manchmal fragt ein Suchender selbst danach, manchmal entsteht das Gespräch nach mehreren Begegnungen von Seiten der Brüder. Es gibt dafür keinen Druck und keinen festen Automatismus.

Der erste Schritt ist die Anmeldung zu einem Gästeabend. Dort lernt ein suchender Mann unser Logenhaus, die Brüder und die Atmosphäre unserer Loge kennen und stellt sich selbst kurz vor.

In der Regel besucht ein Suchender mehrere Gästeabende. Häufig sind es mindestens drei bis vier Termine, manchmal auch mehr. Das ist sehr individuell und bewusst nicht eilig. Die Freimaurerei ist im Idealfall ein Bund fürs Leben. Deshalb soll der Suchende genügend Zeit haben, die Brüder kennenzulernen und für sich zu prüfen, ob er sich bei uns am richtigen Ort fühlt. Gleichzeitig möchten auch die Brüder den Suchenden kennenlernen.

Wenn von beiden Seiten das Gefühl entsteht, dass es passt, kann der nächste Schritt zur Sprache kommen. Manchmal fragt der Suchende selbst danach, manchmal wird das Gespräch von einem Bruder angestoßen. Danach folgt ein Aufnahmeantrag. In dieser Zeit sucht sich der Suchende auch einen Bürgen, also einen Bruder, zu dem ein besonderes Vertrauen entstanden ist und der ihn auf dem weiteren Weg begleitet.

Über die Aufnahme wird anschließend innerhalb der Bruderschaft abgestimmt. Fällt diese Abstimmung positiv aus, kann der Suchende in einer feierlichen Arbeit in die Loge aufgenommen werden.

Über Freimaurerei kann man viel lesen. Ihre Geschichte, ihre Symbole, ihre Rituale, ihre Lehrarten und ihre weltweiten Strukturen sind sehr vielfältig. Doch Lesen allein vermittelt nur einen kleinen Eindruck davon, worum es in der Freimaurerei wirklich geht.

Freimaurerei ist vor allem etwas, das man erlebt. Es geht um persönliche Entwicklung, um das Nachdenken über sich selbst, um wiederkehrende Erfahrungen, um Gespräche und um das Miteinander in der Loge. Ein wesentlicher Teil ist die Bruderschaft: die Menschen, die Atmosphäre und das Vertrauen, das im gemeinsamen Arbeiten entsteht.

Ob ein suchender Mann sich in unserer Loge wohlfühlt, lässt sich nicht allein durch Texte beantworten. Dafür muss er die Brüder kennenlernen, die Stimmung erleben und für sich prüfen, ob dieser Weg zu ihm passt. Genau dafür sind unsere Gästeabende gedacht.