75 Jahre Loge zur Weltbruderkette
75 Jahre Loge zur Weltbruderkette | 29 Auf welche Ideen kommt ein Mensch mittleren Alters, wenn er alle normalen Dinge des Lebens angefasst hat, sich mit den normalen Sorgen beschäftigt, die jeder in diesem Lebensabschnitt hat und dann auf der Suche nach Antworten zu seinen Gedanken ist? In meinem Fall hatte ich schon einige tiefergehende Gespräche mit einem guten Freund gehabt, der mir schließlich anbot, von seiner Loge zu einem Gästeabend eingeladen zu werden. Im Gegensatz zu meiner rauen Berufswelt war der Tenor aller Gespräche dort sehr höflich und zuvor- kommend. Es lag immer ein überzeugendes Interesse in den Fragen zu meiner Person. Ich bin trotz der vielen- Jahre meiner Loge treu geblieben und habe ein hohes Interesse Aufgaben zu übernehmen, um meiner Loge dienen zu können und als ein angenehmer Bruder in jeder Situation anerkannt zu werden. Zu pathetisch? Wir haben auch Spaß. Treffen mit Brüdern weltweit, Abend- gesellschaften zusammen mit unseren Partnerinnen, Ausflüge und Reisen jeglicher Art und vieles mehr gehö- ren in unsere Welt. Wichtig ist, dass wir den Spaß unter uns nie verlieren. Bruder seit 1995 Hans-Ulrich Zöllner Es begab sich, als ich noch in einer Parallelstraße unweit des Lübecker Logenhauses wohnte. Fast täglich kam ich an diesem Haus vorbei – direkt gegenüber der Kir- che, in der ich einst getauft wurde. Der Beginn meines spirituellen Weges, so könnte man sagen. Und dort, am Logenhaus, las ich: Weltbruderkette. Ich erinnerte mich. Schon als Kind war mir dieses Wort begegnet. In meiner Familie bestand eine Verbindung zur Weltbru- derkette. Damals sprach man nur wenig darüber. Aber eines war klar: Mittwochs war Logentag – schon damals. Meine Neugier wuchs. Die Grundsteine für Familie und Beruf waren gelegt, doch ein weiterer Baustein, ummein Leben zu vervollständigen, fehlte vielleicht noch. Und so klopfte ich an die Tür des Logenhauses – und es wurde mir aufgetan. Über ein Jahr hinweg wurde ich zu den Gästeabenden der Weltbruderkette eingeladen. Schon in dieser Zeit sammelte ich neue Erkenntnisse, lernte inter- essante und mir wohlgesonnene Menschen kennen, die mich bis heute begleiten. Rückblickend war mein Weg in die Freimaurerei kein Zufall. Er war vorgezeichnet – und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Bruder seit 2012 Andres vom Ende
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MzQxODIw