Die Johannis-Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“ im Orient Lübeck ist eine vergleichsweise junge, lebendige und moderne Männerloge. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 steht sie für Brüderlichkeit, Humanität, Toleranz und die persönliche Arbeit des einzelnen Bruders an sich selbst. Im Jahr 2025 feiert unsere Loge ihr 75-jähriges Bestehen.
Wir arbeiten nach dem Ritual der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland und sind Teil einer freimaurerischen Tradition, die alte Werte mit zeitgemäßem Denken verbindet. Unser Zuhause ist das Lübecker Logenhaus in der St.-Annen-Straße, in dem wir gemeinsam mit weiteren Logen unter einem Dach arbeiten.
Was unsere Loge auszeichnet, ist ein aktives, offenes und brüderliches Miteinander. Wir pflegen Traditionen, ohne in ihnen stehenzubleiben, und verstehen Freimaurerei als lebendigen Weg: mit ritueller Arbeit, persönlichem Austausch, kulturellen Veranstaltungen, besonderen Logenformaten und einem klaren Blick auf die Verantwortung des Menschen gegenüber sich selbst und der Gemeinschaft.
Die Loge „Zur Weltbruderkette“ ist eine vergleichsweise junge Lübecker Loge, aber gerade darin liegt ein Teil ihres besonderen Charakters. Seit ihrer Gründung steht sie für Erneuerung, Lebendigkeit und ein modernes Verständnis freimaurerischer Arbeit. Tradition und Ritual bilden dabei das Fundament, doch unsere Loge versteht Freimaurerei nicht als etwas Vergangenes, sondern als lebendige Gemeinschaft von Männern, die sich begegnen, austauschen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam wirken.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die „Weltbruderkette“ besondere Veranstaltungsformen geprägt und in die freimaurerische Arbeit eingebracht. Viele davon sind über Lübeck hinaus bekannt und zeigen, wie vielfältig Logenleben sein kann: feierlich, kulturell, musikalisch, naturverbunden, gesellschaftlich und immer getragen vom brüderlichen Miteinander.
So zeigt sich unsere Loge nicht nur in der rituellen Arbeit, sondern auch in ihrem Wirken nach außen. Wir möchten Freimaurerei als lebendige, verantwortungsvolle und zeitgemäße Gemeinschaft gestalten – verwurzelt in der Tradition, aber offen für die Gegenwart und die Zukunft.
Eine besondere Veranstaltung mit maritimem Charakter, die Freimaurerei, Lübecker Tradition und gemeinschaftliches Erleben verbindet.
Eine freimaurerische Arbeit in besonderer Atmosphäre, bei der Natur, Besinnung und brüderliche Begegnung im Mittelpunkt stehen.
Ein festlicher Anlass, der Dankbarkeit, Gemeinschaft und die bewusste Würdigung des Gewachsenen in den Mittelpunkt stellt.
Gemeinsam mit den weiteren Johannislogen im Logenhaus pflegen wir eine besondere Form der Zusammenarbeit über Lehrarten und Traditionen hinweg.
Unsere Loge engagiert sich gezielt für Kinder in Lübeck, die Hilfe benötigen – durch Spenden, Unterstützung, persönliche Zuwendung und konkrete Projekte.
Auch Musik spielt in unserer Loge eine wichtige Rolle – vom Flügel bis zum Chorgesang. Sie begleitet Arbeiten, Veranstaltungen und das brüderliche Miteinander.
Die Geschichte der Johannis-Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“ beginnt im Logenjahr 1949/1950. In dieser Zeit fanden sich mehrere Brüder der Lübecker Loge „Zur Weltkugel“ zusammen, unter ihnen der Rechtsanwalt und Notar Erwin Buchwald, der später der erste Meister vom Stuhl unserer Loge wurde. Sie blickten bewusst nach vorn und trugen den Wunsch in sich, eine neue, lebendige und zukunftsorientierte Loge in Lübeck zu gründen.
Der Leitgedanke dieser Brüder war es, Altes nicht einfach fortzuführen, sondern den Zeichen der Zeit zu folgen und dort anzuknüpfen, wo Bruder Friedrich Ludwig Schröder einst eine bedeutende Reform der Freimaurerei angestoßen hatte. Die Trennung von der Mutterloge erschien ihnen notwendig, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Rückblickend zeigt die Geschichte, dass diese Entscheidung Früchte getragen hat: Die neu gegründete Bruderschaft hat sich über Jahrzehnte bewährt und die freimaurerische Landschaft in Lübeck bereichert.
Die ersten Jahre waren von Aufbruch, aber auch von Wanderschaft geprägt. Nach der Gründung arbeitete die junge Loge zunächst im Haus der Gemeinnützigen. Später fanden die Zusammenkünfte an wechselnden Orten statt, unter anderem im Hotel International, im Holstentor-Restaurant, im Kurhaus Bad Segeberg und in weiteren Räumlichkeiten. Erst im Jahr 1965 konnte die Loge in der Marlesgrube einen eigenen Tempel weihen.
Im Jahr 1970 war die Loge „Zur Weltbruderkette“ schließlich auch wirtschaftlich so gefestigt, dass sie als letzte der drei Lübecker Johannislogen in das Logenhaus in der St.-Annen-Straße einziehen konnte. Dort ist sie bis heute zu Hause. Trotz aller Veränderungen blieb der lebendige Geist der Loge erhalten: Herzlichkeit, Brüderlichkeit auf Augenhöhe und ein offener, aktiver Umgang mit der freimaurerischen Arbeit.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die „Weltbruderkette“ besondere Veranstaltungsformen in die deutsche Freimaurerei eingebracht und weiterentwickelt, darunter die Windjammerloge, die Waldloge und die Erntedankloge. Auch der brüderliche Kontakt zu den anderen Logen im Lübecker Logenhaus und zu benachbarten Logen wurde stets gepflegt. Daraus entstand ein Miteinander, das heute als „Lübecker Modell“ bekannt ist: verschiedene Logen, Lehrarten und Traditionen unter einem Dach, verbunden durch gegenseitigen Respekt und brüderliche Zusammenarbeit.
Heute steht die Loge „Zur Weltbruderkette“ für eine Freimaurerei, die ihre Geschichte kennt, ihre Tradition achtet und zugleich offen in die Zukunft blickt. Sie ist eine vergleichsweise junge Lübecker Loge mit einem lebendigen, modernen Selbstverständnis – getragen von Brüdern, die an sich selbst arbeiten, Gemeinschaft pflegen und die Werte der Freimaurerei in die Gegenwart tragen.
Seit der Gründung unserer Loge im Jahr 1950 haben die Meister vom Stuhl die Entwicklung der Johannis-Freimaurerloge „Zur Weltbruderkette“ geprägt. Sie werden von den Brüdern gewählt und übernehmen für ihre Amtszeit die Aufgabe, die Loge mit Verantwortung, Weitsicht und freimaurerischem Geist zu führen. Ihre Namen stehen für Kontinuität, Engagement und den beständigen Weg unserer Bruderschaft durch die Jahrzehnte